DAS BONNER NETZWERK

In Deutschland leben zwischen drei und vier Millionen Kinder von Eltern mit einer psychischen Störung. Sie werden vielfach nicht wahrgenommen und auch nicht angemessen unterstützt. Hilfen, die die gesamte Familie in ihren Blick nehmen, sind daher sinnvoll und notwendig. Leider ist es häufig so, dass Jugendhilfe und Psychiatrie nur unzureichend miteinander kooperieren. In Bonn haben sich 30 Anbieter zu einem Netzwerk zusammengeschlossen mit einem Ziel die Angebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zusammen zu fassen.

DAS LEISTUNGSSPEKTRUM UMFASST:

Maßnahmen, die speziell für die Zielgruppe konzipiert wurden 
Es handelt sich hier um Angebote, die sich sowohl an entsprechende Kinder/Jugendliche als auch an die psychisch/suchtkranken Eltern richten – in ihrer Konzeptionierung und Ausgestaltung aber die Schnittstellenproblematik im Auge haben und speziell auf die Zielgruppe abgestimmt sind.

Jugendhilfemaßnahmen 
Diese Maßnahmen können zwar auch für die Kinder psychisch/suchtkranker Eltern von Nutzen sein, sind aber nicht speziell für diese Zielgruppe konzipiert. Hier gilt es, die besonderen Probleme und Unterstützungsmöglichkeiten für die Zielgruppe aus dem sozialpsychiatrischen und dem Suchtbereich mit in die Bedarfserhebung, Planung und Ausführung von Leistungen einzubeziehen.

Sozialpsychiatrie/Eingliederungshilfe 
Die Maßnahmen in diesem Bereich sind auf die psychisch/suchtkranken Erwachsenen fokussiert. Hier gilt es umgekehrt, die Bedarfslagen und Unterstützungsmöglichkeiten aus dem Bereich der Jugendhilfe mit einzubeziehen.

Medizinisch therapeutischer Leistungsbereich 
Medizinischen und therapeutischen Angebote des JuPs-Netzwerkes zur Diagnostik und Behandlung der Zielgruppe (Kinder und Eltern).