GEMEINSAM STARK FÜR KINDER PSYCHISCH UND SUCHTKRANKER ELTERN

JuPs steht für die Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Psychiatrie und hat seinen Ausgangspunkt in einem Modellprojekt im Zeitraum von 2011 bis 2014. Der Bonner Verein für gemeindenahe Psychiatrie e. V. (Sozialpsychiatrie) und die Evangelische Jugendhilfe Godesheim (Jugendhilfe) haben dieses Projekt beantragt und verantwortlich durchgeführt, um die Versorgungssituation von Kindern und deren psychisch und/oder suchtkranken Eltern zu verbessern. Die zentrale Aufgabe bestand darin, die Träger und Dienste aus den unterschiedlichen Bereichen besser zu vernetzen.

So entwickelte sich das JuPs-Netzwerk als eine Initiative von mehr als 30 Trägern unter dem Namen: „Gemeinsam stark für Kinder psychisch und suchtkranker Eltern“. Deren Zusammenarbeit ist in einer Kooperationsvereinbarung geregelt.

Das Netzwerk hat sich auf eine gemeinsame Handlungsleitlinie verständigt, deren zentraler Inhalt darin liegt, die Problem- und Bedarfslagen der gesamten Familie gemeinsam  und frühzeitig in den Blick zu nehmen. Ziel ist eine systemübergreifende Zusammenarbeit und Hilfeplanung im Netzwerk, auf der Basis eines gemeinsamen Fallverständnisses, mit klar geregelter Fallverantwortung.

Im gemeinsamen (Hilfeplan-)Gespräch werden die notwendigen Unterstützungsleistungen für die Eltern und Kinder  koordiniert und unter Beteiligung der unterschiedlichen fachlichen Ressourcen gemeinsam geplant und durchgeführt. Im Rahmen der Sozialpsychiatrie/Eingliederungshilfe liegt die Fallverantwortung (auch für die Kinder!) bei der aufnehmenden Stelle.  Ist die Jugendhilfe involviert, liegt die Fallverantwortung bei dem öffentlichen Träger,  dem Amt für Kinder, Jugend und Familie. Dieser überträgt die Durchführung der Hilfen an den freien Träger und berücksichtigt alle bereits beteiligten Fachkräfte.

Zur Unterstützung der Zusammenarbeit im Netzwerk und zur Sichtung der individuellen Bedürfnisse (Eltern/ Kinder) stellen sich Berater aus den unterschiedlichsten Bereichen mit ihrem „Spezialwissen“ zur Verfügung. Eine entsprechende Übersicht finden Sie weiter unten auf der Seite.

Wir sind auch Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder psychisch erkranker Eltern (BAG-kipe). Viele aktuelle und hilfreiche Informationen dazu finden Sie hier.

 

 Netzwerkkoordination:

Frau Christina Früchte
MEZ Bonn

E-Mail: JuPs@ggmbh.de
Telefon: (0228) 3827 500

DAS BONNER NETZWERK

In Deutschland leben zwischen drei und vier Millionen Kinder von Eltern mit einer psychischen Störung. Sie werden vielfach nicht wahrgenommen und auch nicht angemessen unterstützt. Hilfen, die die gesamte Familie in ihren Blick nehmen, sind daher sinnvoll und notwendig. Leider ist es häufig so, dass Jugendhilfe und Psychiatrie nur unzureichend miteinander kooperieren. In Bonn haben sich 30 Anbieter zu einem Netzwerk zusammengeschlossen mit einem Ziel die Angebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zusammen zu fassen.

DAS LEISTUNGSSPEKTRUM UMFASST:

Maßnahmen, die speziell für die Zielgruppe konzipiert wurden 
Hier finden Sie Träger, die speziell für die Zielgruppe konzipierte Maßnahmen anbieten. Es handelt sich hier um Angebote, die sich sowohl an entsprechende Kinder/Jugendliche als auch an die psychisch/suchtkranken Eltern richten – in ihrer Konzeptionierung und Ausgestaltung aber die Schnittstellenproblematik im Auge haben und speziell auf die Zielgruppe abgestimmt sind.

Jugendhilfemaßnahmen 
Hier finden Sie Träger, die Jugendhilfemaßnahmen anbieten. Diese Maßnahmen können zwar auch für die Kinder psychisch/suchtkranker Eltern von Nutzen sein, sind aber nicht speziell für diese Zielgruppe konzipiert. Hier gilt es, die besonderen Probleme und Unterstützungsmöglichkeiten für die Zielgruppe aus dem sozialpsychiatrischen und dem Suchtbereich mit in die Bedarfserhebung, Planung und Ausführung von Leistungen einzubeziehen.

Sozialpsychiatrie/Eingliederungshilfe 
Hier finden Sie Träger, die sozialpsychiatrische Maßnahmen und Eingliederungshilfe anbieten. Die Maßnahmen in diesem Bereich sind auf die psychisch/suchtkranken Erwachsenen fokussiert. Hier gilt es umgekehrt, die Bedarfslagen und Unterstützungsmöglichkeiten aus dem Bereich der Jugendhilfe mit einzubeziehen.

Medizinisch therapeutischer Leistungsbereich 
Hier finden Sie Träger, die medizinisch therapeutische Angebote anbieten. Medizinischen und therapeutischen Angebote des JuPs-Netzwerkes zur Diagnostik und Behandlung der Zielgruppe (Kinder und Eltern).

Kontakt zu unseren Beratern

JuPs Flyer